geschneien,
V.;
euphemistisch zu
mhd.
hîwen
›heiraten‹
(Lexer
), s. dazu die Erläuterungen im 1, 1312
Schweiz. Id.
.2, 1107
›jn. (vom Mann auf die Frau gerichtet) sexuell entehren; sich sexuell (an einem Tier) vergehen‹; in letzterer Nuance mehrfach in Flüchen; auch generell: ›jn. plagen, verderben‹.
Bedeutungsverwandte:
brauten
geschänden
Wortbildungen:
geschneier
Belegblock:
Welti, Stadtr. Bern
80, 8
(halem.
, um 1400
): [Wer] schalklich sprichet die richte vsß, daz du din muͦter geschnigest, [...], der [...].
Ebd.
648, 28
; Schweiz. Id.
9, 1212
(seit 14. Jh.
, reiche Belegung und semantische Ausdifferenzierung).