geschmacken,
V.
– Wobd.; 14. Jh.; Texte der Mystik.
1.
›jm. gefallen, schmecken, angenehm erscheinen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. befallen
1
behagen
gelieben
Belegblock:
Vetter, Pred. Taulers
152, 13
(els.
, 1359
): Halt dich als ein slaffent mensche zuͦ allem dem das dir gelúchten oder gesmaken mag.
Schwäb. Wb.
3, 681
.2.
›etw. / jn. (Gott) gleichsam sinnlich, riechend oder schmeckend wahrnehmen‹; vgl. geschmak
(der
) 3.Wobd. / oobd.
Bedeutungsverwandte:
2
kosten
Syntagmen:
mit Akk.obj. oder Gen.obj.Wortbildungen:
geschmackung
Belegblock:
Vetter, Pred. Taulers
26, 23
(els.
, E. 14. Jh.
): wer nie darin gesach noch dis grundes nie gesmachte, daz ist ein offen zeichen, [...], das er ewiclich des niemer sulle gesmacken noch enbissen.
Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
1, 49
(els.
, E. 14. Jh.
): Zvͦ dem dritten male welle wir sv́ [wort] verkleren von einem v́ber wesenlichen gotschowenden lebende, daz lútzel menschen gereichent in diser wis oder geschmacken kv́nnent.
Ders., Ruusbr. steen
80
(els.
, sp. 14. Jh.
): Wer daz hat in siner innewendiger vͤbvnge, einen vnverbildeten frien vf gang zvͦ sinem got [...], er mvͦz gesmacken die guͦtheit gottes vnd er mvͦz von innen gefuͤlen geware einunge mit gotte.
Ebd.
582
: so werdent ir nammen getilget vnd abe geblant von dem buͦche dez lebens, vnd niemer me enmv́gent sv́ gesmacken gottes oder einiger fruht, die von túgenden kv̈met.
Ebd.
1071
: v́berwindende gesmacken wir daz verborgene himelsche brot.
Donalies, Augsb. Bibelhs.
212, 15
(oschwäb.
, v. 1350
): do aber der architriclinus gesmacket
[
kostetLuther
1545, Joh. 2, 9: ]
daz wazzer / zv win worden was. Voc. Ex quo, O
149
(oobd.
, 15. Jh.
): Odoratus richunge [...] est actus uel passio odorandi, riechunge [...] gesmachkung [...] geruͤch gerich.
Eichler, a. a. O.
2, 1836
.