geschenken,
V.
1.
›jm. etw. als Geschenk geben, zuteil werden lassen‹; vgl.
geschenk
1; 2.Bedeutungsverwandte:
vgl. begaben
bekramen
beschenken
gaben
Wortbildungen:
geschenkt
das geschenkte handwerk
›Handwerk, in dessen Herberge ein Zehrpfennig für die Weiterreise gereicht wurde‹ [dazu ggs.: das ungeschenkte handwerk
der geschenkte junge ›Junge, dem ein Zehrpfennig gereicht wurde‹; der geschenkte handwerker ›Handwerker, dem ein Zehrpfennig gereicht wurde‹; die geschenkte woche
›Zeitraum, in dem ein Zehrpfennig gereicht wurde‹), geschenkung
Belegblock:
Luther, WA
35, 453, 1
(1524
): Nicht grosser gute kund er uns geschencken, | da bey wyr seyn soln gedencken.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
2, 300, 38
(hess.
, 1549
): eß sollen hinfur die jungen alle vier wuchen ein mal schenck halten, eß were dan kein geschenckter jung vorhanden, das sich derhalben die schencke lenger verziehen muste. [...]. So aber ein frembder junger in dieser statt zwuschen den geschenckten vier wuchen viertzehen tage arbeit bekomen hette, mag er [...].
Chron. Augsb.
9, 133, 31
(schwäb.
, 1544
/5
): die censores wurden auch gleichsfalls mit den geschenckungen bestochen.
Rwb
4, 438
; Schwäb. Wb.
3, 461
.2.
›jm. etw. nachlassen, erlassen, nachsehen‹. Belegblock:
Schweiz. Id.
8, 455
(a. 1432ff.
).