geschaden,
V.
1.
›jm. schaden, jm. Schaden zufügen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. angreifen
bekrenken
bekümmern
beleidigen
beschädigen
1
beschweren
betrüben
demütigen
freidigen
letzen
peinen
schädigen
seren
uneren
verschmähen
verseren
verwunden
Syntagmen:
meist mit Negationspartikel (nicht
); etw. / j. e. S
. (Dat.) / jm. g
., z. B. etw. der pfalz, die list der burg, der wurm St. Paulus, die würme dem leib, j
. (oft: der teufel
) jm., der hellehund dem volk, das unglük, die wiederwärtigkeit jm., der babst der kirche g., etw. jm. an den eren g
.Belegblock:
Froning, Alsf. Passionssp.
7540
(ohess.
, 1501ff.
): das ehem [lip] nicht moegen geschaden | dye wyrme nach auch dye maden!
v. Tscharner, Md. Marco Polo
21, 15
(osächs.
, 2. H. 14. Jh.
): das hus ist also gemacht das des ungewittirs macht ym nicht geschadin mak.
Rieder, St. Georg. Pred.
58, 38
(Hs. ˹önalem.
, 1387
˺): si [sele] [...] versiht den schaden der ir geschaden mag von ir vienden, daz ist dú welt, der túfel und ir selbes lip.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
409, 8
(els.
, 1362
): di gnode daz allen sinen nochkomenen kein fúrgiftig wurm niemer mag geschaden.
Sappler, H. Kaufringer
2, 193
(schwäb.
, Hs. 1464
): das im die tiefel mochten nit | geschaden sam ain claines har.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
10743
; 22352
; Froning, a. a. O.
1424
; 7237
; Anderson u. a., Flugschrr.
1, 11, 33
; Pyritz, Minneburg
2842
; Sachs
3, 210, 8
; 7, 350, 11
; Karnein, Salm. u. Morolf
97, 3
; 175, 1
; Vetter, Pred. Taulers
32, 31
; Lindqvist, K. v. Helmsd.
273
; Roth, E. v. Wildenberg
147, 23
.2.
›Schaden eintreten, passieren, sich ergeben‹.Belegblock:
Cirurgia H. Brunschwig
21va, 34
(Straßb.
[1497
]): do gieng die wund oder hafft wider vff / das in dem zwifaltigen schloͤffen nit geschadenn moͤcht / so man nüt dar vff leit.