geschaden,
V.
1.
›jm. schaden, jm. Schaden zufügen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
angreifen
10; 11; 14; 15,
bekrenken
1; 3,
bekümmern
4,
beleidigen
3,
beschädigen
1; 2; 4; 5,
1
beschweren
1; 3; 4; 7,
betrüben
2; 4,
demütigen
1,
freidigen
,
letzen
2,
peinen
1; 5,
schädigen
1,
seren
,
uneren
2,
verschmähen
,
verseren
,
verwunden
.
Syntagmen:
meist mit Negationspartikel (
nicht
);
etw. / j. e. S
. (Dat.)
/ jm. g
., z. B.
etw. der pfalz, die list der burg, der wurm St. Paulus, die würme dem leib, j
. (oft:
der teufel
)
jm., der hellehund dem volk, das unglük, die wiederwärtigkeit jm., der babst der kirche g., etw. jm. an den eren g
.

Belegblock:

Froning, Alsf. Passionssp.
7540
(
ohess.
,
1501ff.
):
das ehem [lip] nicht moegen geschaden | dye wyrme nach auch dye maden!
v. Tscharner, Md. Marco Polo
21, 15
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
das hus ist also gemacht das des ungewittirs macht ym nicht geschadin mak.
Rieder, St. Georg. Pred.
58, 38
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
si [sele] [...] versiht den schaden der ir geschaden mag von ir vienden, daz ist dú welt, der túfel und ir selbes lip.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
409, 8
(
els.
,
1362
):
di gnode daz allen sinen nochkomenen kein fúrgiftig wurm niemer mag geschaden.
Sappler, H. Kaufringer
2, 193
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
das im die tiefel mochten nit | geschaden sam ain claines har.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
10743
;
22352
;
Froning, a. a. O.
1424
;
7237
;
Anderson u. a., Flugschrr.
1, 11, 33
;
Pyritz, Minneburg
2842
;
Sachs
3, 210, 8
;
7, 350, 11
;
Karnein, Salm. u. Morolf
97, 3
;
175, 1
;
Vetter, Pred. Taulers
32, 31
;
Lindqvist, K. v. Helmsd.
273
;
Roth, E. v. Wildenberg
147, 23
.
2.
›Schaden eintreten, passieren, sich ergeben‹.

Belegblock:

Cirurgia H. Brunschwig
21va, 34
(
Straßb.
[
1497
]):
do gieng die wund oder hafft wider vff / das in dem zwifaltigen schloͤffen nit geschadenn moͤcht / so man nüt dar vff leit.