gesalzen,
part. Adj.
1.
›gesalzen (von Speisen)‹; ü auch: ›deftig, spannend‹ (von Erzählungen); zu
gesälz
, salz
1.Bedeutungsverwandte:
räs
spötig
Gegensätze:
ungesalzen
Wortbildungen:
gesalzenheit
Belegblock:
Ziesemer, Marienb. Konventsb.
276, 5
(preuß.
, 1412
): 9 m. vor 6 tonnen gesalczen bresemfisch.
Dasypodius
207r
(Straßb.
1536
): Salsus [...], Gesaltzen / raͤß / spoͤtig.
Menge, Laufenb. Reg.
2631
(Hs. ˹nalem.
, um 1470
˺): Was vaste ist gesaltzen | Von feissi vnd von schmaltzen | Des soltu alles mässen dich.
Lauater. Gespaͤnste
18v, 26
(Zürich
1578
): er ißt ein guͦte bruͤye͂ / da dunckt jn sy sye wed’ gsaltze͂ noch gschmaltzen.
Maaler
171r
(Zürich
1561
): Allerley Gesaltzen fleisch oder fisch. Salsamentum.
Plant u. a., Main. Naturl. 297vc,
15
(ohalem.
, Hs. E. 14. Jh.
): gesalzene spise oder durre spise oder calte.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
27, 1
(Augsb.
1553
): Welt jr gút gesaltzen zúngen machen, send am pesten zú machen jm janúaren.
Schmitt, Ordo rerum 193, 24.
3
(oobd.
, 2. H. 15. Jh.
): Salsedo gesalczenhait.
Turmair
4, 576, 31
(moobd.
, 1522
/33
): Der die legend von Tegernsê gemacht hat, ist vast ungeschickt gewesen; si hat weder hend noch füeß, ist weder gesalzen noch geschmalzen.
Ebd.
468, 16
; Alberus
II jv
; Maaler
194v
; Mylius
C 6r
; C 6v
; Henisch
1527
.2.
›salzhaltig‹.Phraseme:
das gesalzene mer
›Totes Meer‹ (dazu bdv.: salzmer
).Belegblock:
Voc. inc. teut.
iijr
(Speyer
um 1483
/4
): Gesaltzen mer. Salum [...] est mare vel salsa aqua marina.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
4, 125, 13
(Straßb.
1466
): vnd hab die zile bey dem gesaltzen mer
[
SaltzmeerLuther
1545, 4. Mose 34, 3: ]
osten. Ebd.
126, 11
: vnd richten sich vntz zuͦ dem iordan: vnd wirt zum lesten beslossen mit dem gesaltzen mere
[
SalzmeerLuther
1545, 4. Mose 34, 12: ].
Ditz land wirstu haben. Eis, Gesundheitsl.
133, 25
(oobd.
, 1520
/30
): Sie [Biessen] seyn alle baide böß von eyner gesalczner feuchtigkait wegen, die yn yn ist.
‒
Vgl. ferner s. v. pausch
1.