gesaft,
das
;
-s/-säfte
.
›Feuchtigkeit; Flüssigkeit; Saft‹.
Wobd.
Bedeutungsverwandte:
feiste
,
most
,
weiche
.
Syntagmen:
g. haben
;
das g. aus dem rebstok in die zweige kommen, jm. den rücken mit gesäften reiben
;
das angeneme / arge / giftige / gute / natürliche / stinkende g
.
Wortbildungen:
gesäfte
›frisch, saftig‹,
gesaftig
.

Belegblock:

Voc. Ex quo, P
79
(
wobd.
/
oobd.
,
15. Jh.
):
Accasia est succus expressus a pomis uel piris, most [...] gesaft.
Löffler, Columella/Österreicher
1, 64, 2
(
schwäb.
,
1491
):
Die sach gibt uns zuͦverstend der materi die natúrlich gesaft und faisty by sige.
Ebd.
72, 3
:
wirt der unfruchtbar boden on gesafft von der súmrigen sunen verbrent.
Ebd.
275, 12
:
in den ander gestalten der stammen, die ains sterckers und gesefftigosters bast oder rind sind.
Ebd.
309, 8
:
etwenn vil tag in dem gewonotten sew ist gelegen, das es doch hab ettliche geseffte und waichin.
Ebd.
337, 13
:
gmainlich nemen die sollich ymptungen die da hund ain fúchtin, gesaͤfftin und starcken rind.
Barack, Zim. Chron.
2, 345, 1
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Nun ist aber der opium ain söllichs giftigs gesaft, das schlaffen und unentpfindtlichen macht.
Ebd.
4, 262, 23
:
das man im den ruggen in seiner jugendt, [...], mit etlichen gesaften und anderm soll geriben haben und damit also zu ehlichen werken [...] untaugenlich gemacht.
Bad. Wb.
2, 379
;
Schweiz. Id.
7, 367
f.;
Schwäb. Wb.
3, 438
.