gesälz,
das
.
›gesalzene oder gewürzte, lange haltbare Speise; süße Speise, Obstmus‹; die Bedeutungsvarianz erklärt sich daraus, daß Obstmus zur Erhöhung der Haltbarkeit mit einem Salzbelag besprüht wurde.
Wortbildungen:
gesälzverkäufer
.

Belegblock:

Dasypodius
207r
(
Straßb.
1536
):
Salsamentum Geseltz / ein gesaltzen visch, speck. Salsamentarius. Ein geseltz verkauffer / der gesaltzen speiß verkauffet.
V. Anshelm. Berner Chron.
2, 390, 12
(
halem.
,
n. 1529
):
unsittig juchzen, louf- und springtaͤnz, vil zeren, vil und froͤmd win, vil schlek, gselz und trachten, vil spil, grosse huͤser.
Löffler, Columella/Österreicher
2, 253, 5
(
schwäb.
,
1491
):
wir achtand die [bluͦmen] von geseltz wegen (dann sy sind etlichen essen aller geschicktost) nit fremd sin in den garten zehabind.
Ebd.
262, 10
:
in waß weg die fass den keren soͤllend zuͦ gericht werden und von den geseltz cumposten zemachen.
Bad. Wb.
2, 379
;
Schwäb. Wb.
3, 439
.