gerunzelt,
Adj.
›runzlig, voller Runzeln, Falten; in Falten gezogen (von der Stirn)‹.
Bedeutungsverwandte:
gefronst
; vgl.
gerumpfe
2,
gerunzen
.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
107, 44
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
[sein antlot] was gerunczelt sam ain schwam.
Sachs
14, 50, 24
(
Nürnb.
1549
):
Kauff ein zwey alte, böse weib, Högredt und bucklet sindt von leib, | Geruntzelt, ghrumpffen und ungschaffen, | Murret und muckisch gleich den affen.
Ebd.
21, 126, 31
(
1556
):
Und wüsch im [dem alten] herab viertzig jar, | Sein gruntzelt hawt und grawe har, | Daß er würd wider jung gestalt.
Henisch
1526
(
Augsb.
1616
):
Geruntzelt / gefronst / B. rugatus, rugosus.
Schottenloher, Flugschrr.
52, 28
(
Landshut
1523
):
diss buechlein, [...], welchs du auch nit mit geruͦntzleter stirn, als ob es ein schmech buech wer, wȯllest annemem.
Sachs
17, 130, 10
;
293, 4
;
Mylius
B 6r
;
Schwäb. Wb.
3, 434
.