geritte,
das
.
›das Reiten, der Ritt (als Tätigkeit); halbmilitärischer Angriff‹; als Metonymie: ›Schar von Reitern, Reitergesellschaft (bei offiziellen Anlässen)‹; ›Reisekostenabgabe an den Grundherren‹.
Bedeutungsverwandte:
1
reuterei
1.

Belegblock:

Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
1, 1018, 2
(
mosfrk.
, o. J.):
potestates seculares, von welchen prüm frei ist: péllince gráscaf víltban cápelle natsélide gerítte.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
887, 31
(
halem.
,
1628
):
so dann auch bißhar im bruch gsin, daß das gritt, welches ein amptman uffbeleitet, wann es wider heim kommen, oder die jenigen, so ihm allein das gleit geben, [...], uff der gsellschafft noch ein mahlzyt genossen, wellend wir dasselbig [...] haben.
Chron. Augsb.
1, 103, 3
(
schwäb.
, zu
1395
):
er tett ie pi der wil ain geritt gen Wellenpurg uff die Aunsorgen und die Aunsorgen ritten auch uff des Püttrichs schaden.
Ebd.
2, 153,
Anm. 3 (Hs.
16. Jh.
):
127 guld. haben wir geben mayster Jörigen mauler von dem turn zu Hustetter tor ze maulen vnd umb ain geritt gen Nüremberg.
Henisch
1520
;
Schweiz. Id.
6, 1716
;
Schwäb. Wb.
3, 420
.