geringheit,
geringekeit,
geringigkeit,
die
.
1.
›Gemeinheit, Niedrigkeit (einer Handlung); Erniedrigung e. P.; niedriger Stand‹; vgl.
gering
(Adj.) 2.
Bedeutungsverwandte:
nachgültigkeit
,
unbekantnis
3.
Gegensätze:
adelkeit
1,
wirdigkeit
.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Jer.
3, 9
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
mit der geringekeit
[
Froschauer
1530:
lümbd
,
Dietenberger
1534:
mit jrer lidderlichen huͦrerey
,
Luther
1545:
geschrey
]
irer unkuschheit machte sy daz lant unreyne.
Mathesius, Passionale
51v, 4
(
Leipzig
1587
):
in der Tuͤrckey / sahe man auch nur auff die heßliche vngestalt / erniedrigung / elend / verachtung / geringigkeit vnd Creutzigung des HERRN Christi.
Dasypodius
148r
(
Straßb.
1536
):
Ignobilitas, Nachgiltigkeit / vnbekãtnuß / geringheit.
Dietz, Wb. Luther
2, 87
;
Schwäb. Wb.
3, 418
.
2.
s.
gering
(Adj.) 3.
3.
›Unbedeutendheit, Nichtigkeit e. P. (im Verhältnis zu Christus)‹; vgl.
gering
(Adj.) 2.

Belegblock:

Luther, WA
21, 30, 14
(
1528
):
wie viel Johannes predigt von seiner geringkeit und von Christus heilickeit.