gerechtig,
Adj.;
als Adv.
gerechtiglich(en)
.1.
›mit Recht‹; vgl.
gerecht
4.Wortbildungen:
gerechtige
Belegblock:
Sachs
9, 224, 14
(Nürnb.
1531
): Du aber, Plute, so dir gut | Gerechtigklich zu fallen thut | Und henckest nicht dein hertz daron.
Chron. Augsb.
4, 252, 9
(schwäb.
, v. 1536
): von unsers sindlichen lebens wegen ist got der herr krechtiglich über uns erzirnet.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
82, 31
(tir.
, 1464
): die [verdammnus] denn pilleichen vnd gerechtikchleichen geben wirt den sundern.
Maaler
169v
; Schweiz. Id.
6, 230
; Schwäb. Wb.
3, 397
.2.
›angemessen, ordentlich, sachgemäß‹; vgl.
gerecht
5; 8.Bedeutungsverwandte:
vgl. behende
behörlich
billich
gätlich
gebäre
gebürlich
häblich
statlich
Belegblock:
Pyritz, Minneburg
2081
(nobd.
, Hs. um 1400
): Wa du in einem wysen man, | [...] Gerechtiklich dich zirkest | Und rechtlich in im wirkest, | Do augestu diner sterke kraft | An im mit diner meisterschaft.
Ebd.
5051
.3.
›rechtschaffen, weise, aufrichtig; fromm, Gottes Geboten entsprechend‹; vgl.
gerecht
7; 8; 9.Bedeutungsverwandte:
vgl. aufgericht
aufrechtig
aufricht
aufrichtig
bieder
Belegblock:
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
17, 19
Var. (Hs. ˹omd.
, 1465
˺): Wo sint sie hin, die sinnereichen, die meisterlichen, die gerechten
[Var. B, schwäb., um 1480:
gerechtigñ],
die frütigen leute? Niewöhner, Teichner
177, 5
(Hs. ˹moobd.
, 1360
/79
˺): wer in seinem orden lag | an valsch gerechtichleich, | [...] der ist ein rechter pider man.
Bauer, Imitatio Haller
45, 33
(tir.
, 1466
): wend er das guet gerechtikchleichen ist niessen.
Jelinek
287
.‒
Vgl. ferner s. v. altvater
1.