geradigkeit,
geradigheit,
geradheit,
die
.›aufrechte Körpergestalt‹; vielfach ütr.: ›Behendigkeit, Gewandtheit‹; ›Fertigkeit in verschiedener Hinsicht, z. B. beim Tanz, bei Körperübungen, ritterlichen Spielen‹;
vgl.
2
gerade
(Adj.) 2; 3.Bedeutungsverwandte:
behendigkeit
ringfertigkeit
Belegblock:
Schöpper
52a
(Dortm.
1550
): Agilitas. Behendikeit geradigkeit ringfertigkeit.
Fastnachtsp.
343, 20
(nobd.
, v. 1494
): Darzuo traib ich solch geradikait, | Das mit holt warn all rockenmait.
Sachs
4, 44, 35
(Nürnb.
1534
): Viel kurweyliger freud hab ich | Mit lauffen, steinstossen unnd springen, | Mit ghradigkeyt, fechten und ringen.
Primisser, Suchenwirt
31, 125
(oobd.
, 2. H. 14. Jh.
): Nun sag mir, du haust vil gesehen | In fürstenhoͤf geradichait.
Ebd.
31, 134
: Geradichait tziert ritters muͦt.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
89, 21
(oobd.
, Hs. 1. H. 15. Jh.
): Do der chaiser ansichtig ward marggraff Leupolten von Österreich der im mit seinem edeln geperd und an des leibes geradichait wol geviel.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
45, 13
(moobd.
, 1478
/81
): doch so mocht er nimmer mer gereiten noch geen, davon man in allen landen gross erpärmkait über in het umb seiner geradikait willen.
Voc. Teut.-Lat.
l viijr
; Voc. inc. teut.
i jv
; Schwäb. Wb.
3, 383
; Schweiz. Id.
6, 516
.