2
geliegen,V., unr. abl.;
zu 2
liegen
. – Vgl. Dammers u. a., Flexion der st. und schw. Verben.
.1988, 442
; 476
›die Unwahrheit sagen, lügen; jn. belügen‹.
Belegblock:
Helm, H. v. Hesler. Apok.
723
(nrddt.
, 14. Jh.
): Her ist selic bi disen tagen | Der die waren wort des wissagen, | Der von Gote gelouk nie, | Horet unde beheldet sie.
Palm, Veter Buoch
9, 28
(schles.
, Hs. E. 14.
/A. 15. Jh.
): Von dem [appet] sagete man, das er nie gelouc.
Bührer, Kl. Renner
97
(nobd.
, Hs. um 1480
): Wer do falscheit kan vnd geligen | [...] Der heyset gar ein weiser man.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
166, 14
(els.
, 1362
): Von dirre geschith koment die lúte in so grosze forhte daz sú den heiligen nút me do noch geliegen getúrstent.
Bihlmeyer, Seuse
294, 4
(alem.
, 14. Jh.
): Du bist dú warheit, die nút geliegen mag.
Adrian, Saelden Hort
360
(alem.
, Hss. E. 14.
/15. Jh.
): sin geschrift geloug nie wortlin.
Kummer, Erlauer Sp.
4, 494
(m/soobd.
, 1400
/40
): was si geleugt, das ist gar enwicht.