gehugnis,
die
, auch das
;zu
mhd.
gehugnisse
›Gedächtnis, Erinnerung‹
(Lexer
).1, 794
›Gedächtnis, Erinnerung, Andenken, Gedenken‹;
vgl.
gehuge
.Im mittleren Frnhd. auslaufend; Texte religiösen und didaktischen Inhalts.
Bedeutungsverwandte:
vgl. gedenknis
Belegblock:
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
37, 20
(hess.
, 14. Jh.
): ummer zu dem lezzesteme gebede des godes dinstes sal man gehugnisse dun aller der die uz sint.
Strauch, Par. anime int.
69, 3
(thür.
, 14. Jh.
): nu sulle wir zihin den vadir mit sinir gewalt in unse gehucnisse.
Neumann, Rothe. Keuschh.
1363
(thür.
, 1. H. 15. Jh.
): di meitliche kuscheit ubir trit gewisse | menschlicher natur gehugnisse.
Palm, Veter Buoch
41, 15
(schles.
, Hs. E. 14.
/A. 15. Jh.
): Ich bite got, das er din gehvgnisse von minem herczen vertilige.
Langen, Myst. Leben
217, 2
(nobd.
, 1463
): des haben sie ein gut / gehugnusse.
Vetter, Pred. Taulers
164, 33
(els.
, 1359
): Das wort Zacharias das betútet als vil als an Got gedenken, Gotz gehúgnisse.
Illing, Albert. Sup. miss.
46
(els.
, n. 1380
): Der tot in allen messen ernuwert wurt in der gehvgnisse vnd gedengnisse.
Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
2, 893
(els.
, E. 14. Jh.
): Wie der erste flus des burnen zieret das gehúgnisse.
Niewöhner, Teichner
56, 88
(moobd.
, 1360
/70
): nu mercht wez: | seint er ist ein abent dez | der seu all beschaffen hat | der gehugnuͤzz man begat.
Dief./Wü.
609
; Pfälz. Wb.
3, 131
; Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
125
, Schwäb. Wb.
3, 218
; Schweiz. Id.
2, 1088
; Vorarlb. Wb.
1, 1093
.