geherzt,
part. Adj.
›mutig, beherzt, tapfer‹.
Bedeutungsverwandte:
geherz
geherzig
kek
1
mänlich
mutig
tapfer
turstig
unerschrocken
bald
beherzt
grosmütig
handlich
künmütig
standhaft
stark
unfurchtsam
unverzagt
Gegensätze:
verzagt
Belegblock:
Schöpper
27a
(Dortm.
1550
): muͦtig keck freydig thuͤrstig gehertzt freysam bemuͤtet.
Buch Weinsb.
2, 187, 30
(rib.
, 1568
): haben sich do getrucht und gerüst und man sagt, weren sei do geherzt in die viant gesatzt.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
12762
(omd.
, 1338
): Hort mich, gehertzte lute!
Chron. Strassb.
571, 17
(els.
, E. 14. Jh.
): do dis die heiden entpfundent, do wurdent sú gehertzet.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 324, 16
(Straßb.
1522
): Der ander N. ist zuͦ vil gehertzt und zuͦ vil manlich.
Barack, Zim. Chron.
1, 628, 32
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): Der edelman war ain geherzt man.
Bauer, Geiler. Pred.
80, 19
(Augsb.
1508
): alle hertzen einbrinstigklichen zuenzünden. och gehertzt und durstig zuͦ machen.
Fischer, Eunuchus d. Terenz
103, 6
(Ulm
1486
): Merk wie der poet ain zimlich gemelt der buͦlerin hauß gibt das alle vertzagt jüngling gehertzer machet.
Bachmann, Haimonsk.
7, 34
(halem.
, 1530
): Das was im meyen, so sich all mentschlich creatturen erfröwend und gehertzt sin zuo strytt.
Rieder, St. Georg. Pred.
94, 16
(Hs. ˹önalem.
, 1387
˺): so der getrúw ritter siht sins herren wunden bluͦten, so wird er so gehertz daz er siner wunden gar vergisset.
Lauater. Gespaͤnste
17r, 7
(Zürich
1578
): Dan̄ der loͤuw ist ghertzt / dapffer / vnerschrocken.
Qu. Brassó
5, 440, 20
(siebenb.
, n. 1646
): Sobald sie gemerkt haben, daß auf ihrer Seit gut mehr verhanden ist, sein sie wieder geherzt worden und haben der Ungern am meisten niedergemacht.
Maaler
164r
; Volkmar
28
; Henisch
1438
; Dict. Germ.-Gall.-Lat.
183
; Dietz, Wb. Luther
2, 46
; Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
125
.