gefil,
das
;
-les/–
,
2
gefilde,
das
;
zu
mhd.
vel
›Haut, Fell‹
(
Lexer
3, 51
f.).
– Vermischung mit
gefülle
möglich; vgl. den dortigen Bedeutungspunkt 4.
›Fell, Pelzwerk, Pelzfutter von Kleidungsstücken, Unterfutter aus Pelz‹.

Belegblock:

Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 280, 29
(
hess.
,
1513
):
Zum funfften soll der auch konnen fin gefilde wole zu lidderen und das klein fild finiren.
Sachs
7, 453, 1
(
Nürnb.
1545
):
Marder, ein schnelles thierlein wild, | Tregt auch gar ein köstlich gefild.
Müller, Nördl. Stadtr.
109, 23
(
schwäb.
,
1423
):
Wirt aber das gevilde umb golt verkauft, so geben die kewfer und verkewfer, die geste sein ir ieder vom güldin 1 den.
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz.
205, 16
(
alem.
,
um 1430
):
und nement under inn ain herren und ist ir begangnuß zobel, gefill und fleisch.
Geier, Stadtr. Überl.
104, 22
(
nalem.
,
um 1400
):
von ainem schlechten rok uf das kniw, obnan gefuͤtert, den man mit gefild fuͤllen wil.
Stolz, Zollwesen
74, 30
(
Klausen
1430
):
Was fur trukhens guet verzolt sol werden [...] wachs, seyffen, reenmägen, leder, rauchs gevill, rauch hewt, papier.
Turmair
5, 154, 8
(
moobd.
,
1522
/
33
):
das die Teutschen von den venedigischen kaufleuten auslendig köstlich gefill kauften.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
231, 35
(
m/soobd.
,
15. Jh.
):
marder und fuͤchs sollen und mugen unseres gotzhauss undersessen auf unsern gründen wol jagen und vahen, doch das si das gevild nindert anderst dann der herschaft zutragen.
Hulsius
F iijr
;
Dief./Wü.
607
;
Bad. Wb.
2, 319
;
Schwäb. Wb.
3, 163
;
Schweiz. Id.
1, 778
.