gefar,
Adj.;
zu
mhd.
gevar(e)
›Farbe habend‹
(Lexer
).1, 956
›Farbe habend, farbig aussehend, beschaffen‹; meist in Verbindung mit einem Adj. oder Subst., die die Art der Beschaffenheit, z. B. eine Farbe, angeben.
Bedeutungsverwandte:
gefärbt
Belegblock:
Pyritz, Minneburg
3497
(nobd.
, Hs. um 1400
): Daz sie in sulchen roten, | Als salmander ist gevar, | Mir mecht ir fruntschaft offenbar.
Fischer, Brun v. Schoneb.
5895
(md.
, Hs. um 1400
): des machete her sine wonunge gar | uzene nach der helle gevar | und inne gekleidet mit wize, | gevar nach des snewes glize.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
15480
(omd.
, 1338
): eyne salbe so getan | Da mite wip ir antlitz clar | Machen und schone gevar.
Hübner, Buch Daniel
6106
(omd.
, Hs. 14.
/A. 15. Jh.
): mir wart bar | Von eime, daz was gevar | Sam ein man und schrei benant.
Karnein, Salm. u. Morolf
199, 2
(srhfrk.
, Hs. um 1470
): Mit der kunigin gingent drige schar | schoner meigde minnecliche gefar.
Ebd.
503, 2
: Morolf hette gemacht dri schar, | ein was swartz gefar.
Morrall, Mandev. Reiseb.
33, 10
(schwäb.
, E. 14. Jh.
): Der hals ist im [vogel] aller gel, die flúgel sind im gelich gefar als purpur.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 53, 76
(schwäb.
, 1471
): Ir augen lautter vnd clǎr, | Recht als ain spiegel gefar.
Barack, Zim. Chron.
1, 587, 6
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): Iedoch zuletst da nam ich war | Ains dürnlins, das was brun gefar.
Päpke, Marienl. Wernher
992
(halem.
, v. 1382
): Ir kel, ir nake schoͤne gar | Lylien wis und wol gevar.
Ebd.
11270
: Planeten, sternen mit der vart | Verblichen allesament gar | Und wurdent jæmerlich gevar.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
313, 20
(oobd.
, 1349
/50
): sein pluom ist sô schœn geschicket als ain weintraub und ist gevar als safrân.
Primisser, Suchenwirt
4, 253
(oobd.
, 2. H. 14. Jh.
): Perlein groz und chlain | Sach man auf hauben liecht gevar.
Ebd.
25, 208
: Ir brawne bra gestrichen | Mit einem pemsel warn dar, | Ir hiern weizz und wol gevar.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
11, 75
(oobd.
, 3. Dr. 14. Jh.
): maid, hilf uns frölich dar, | keusch, grün gevar, da nie chain doren was.
Gereke, Seifrits Alex.
4911
(oobd.
, Hs. 1466
): die [visch] sind snel und pald. | in aller handt varib gar gevar.
Kummer, Erlauer Sp.
4, 120
(m/soobd.
, 1400
/40
): ich durchgrab mit allem fleis | di muͤndelin in soͤlher weis, | das si rosenvarb werden gevar.
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 211
; Wiessner, Wortsch. Wittenw. Ring.
1970, 74
; Schwäb. Wb.
3, 155
.