3
gart,die
,der
;dies aus
frz.
garde
(Dwb
f.).4, 1, 1, 1382
›das Herumziehen, die Bettel-, Raubzüge herrenloser Landsknechte‹.
Bedeutungsverwandte:
gartnerei
Syntagmen:
auf der g. laufen / (um)ziehen
.Wortbildungen:
gartbruder
gartsturm
Belegblock:
Sachs
9, 246, 9
(Nürnb.
1552
): Denn sucht er ein andern von ferrn, | laufft rumb zun pawren auff der gart, | Muß übel fressen und liegen hart.
Ebd.
17, 257, 28
(Nürnb.
1562
): Ich lauff offt etlich hundert meyl | Ohn geldt, behilff mich auff der gart.
Ebd.
21, 113, 21
(Nürnb.
1556
): Du lauffst villeicht umb auff der gart | Untern bawern, bist ein landsknecht?
v. Keller, Ayrer. Dramen
2952
(Nürnb.
1610
/8
): Ey wir seind gut ehrlich Krigsleut, | Die auff der gart vmbzogen sein.
Barack, Zim. Chron.
3, 316, 2
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): Er enthielt sie etlich zeit hin und wider uf der gart, seins gefallens.
Winter, Nöst. Weist.
2, 211, 11
(moobd.
, 17. Jh.
): denen aber so stets auf der gart laufen und lange zeit kein herrn gehabt haben [...] soll urlaub auß dem aigen geben werden.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
62, 15
(smoobd.
, 17. Jh.
): Alle soldaten und ander umbschwaifent gsindel [...] sollen durchaus auf der garth nit mer gestath [...] werden.
Skála, Egerer Urgichtenb.
116, 3
(nwböhm.
, 1574
): er wiß nichts vom Christoff Zorckler, sej mit Ime vf den gardt Zogen.
Schwäb. Wb.
3, 72
; Schweiz. Id.
2, 432
.