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gal,der
;zu
mhd.
gal
›Gesang, Ton, Schall, Ruf, Gerücht‹
(Lexer
).1, 726
1.
›Schrei, Hall, lauter Klang‹.Phraseme:
gal geben
›etw. kundtun‹.Syntagmen:
ein grosser / kläglicher / lauter / unverständiger g
.Belegblock:
Quint, Eckharts Pred.
1, 383, 2
(E. 13.
/A. 14. Jh.
): der gal und der hal ruofte wider.
Hübner, Buch Daniel
1628
(omd.
, Hs. 14.
/A. 15. Jh.
): Sulcher worte uber al | Gaben sie dem volke gal.
Pyritz, Minneburg
97
(nobd.
, Hs. um 1400
): Wer dar in schrey, dez selben gal | Uz siner tieff tet wider hal.
Sachs
2, 246, 12
(Nürnb.
1540
): als es war nach der fünfften stund, | Hört er gar ein kleglichen gal, | Das es im finstren walt erhal.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
9, 157, 16
(Straßb.
1466
): zuͦ dem land egipt do wir nit sechen den streit vnd nit hoͤrn den gal des horns.
Holtzmann, Gr. Wolfdietrich
805, 3
(Hs. A. 15. Jh.
): do lies er [wurm] also lute einen groszen gal, | daz davon erschalte berg und tal.
Stieler
1, 596
f.; Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
117
; Schwäb. Wb.
3, 30
; Schweiz. Id.
2, 208
.2.
›Gesang‹.Belegblock:
Quint, Md. Karl u. Eleg.
845
(Hs. ˹thür.
, n. 1455
˺): He horte der lerchen gal | Vnd der nachtegallen schal.
Henisch
1338
.3.
›übles Gerede, Gerücht‹.Belegblock:
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
1, 20, 62
(schwäb.
, 1471
): Doch hoff ich, das chain böser gal | Sich frä an dir in neides pal.