ertappen,
V.;
zu
tappen
, dies zu mhd.
tâpe
›Pfote, Tatze‹
(Dwb, Neub.
).8, 2236
1.
›jn. / etw. (ein Tier) zu fassen bekommen‹; auch: ›etw. erlangen, erhaschen, gewinnen‹; zu
er-
5, vgl. tappen
(V.) 1.Bedeutungsverwandte:
ereilen
erfischen
erfolgen
ergreifen
erhaschen
erkobern
erlangen
ernaschen
erobern
erreichen
erschleichen
erschnappen
erschöpfen
erwerben
erwischen
gewinnen
kriegen
überkommen
Belegblock:
Luther, WA
23, 150, 29
(1527
): Er [Christus] ist nu auch vnbegreifflich worden vnd wirst yhn nicht ertappen ob er gleich ynn deinem brod ist.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
667, 5043
(Magdeb.
1608
): Schlug zu bodem wen er ertapt / | Biß das er auch sein Geist auffgab.
Dedekind/Scheidt. Grob.
116, 3
(Worms
1551
): Kompt etwas guͦts so spitz dich drauff / | Daß du ertapst die beste speiß.
Bell, G. Hager
626, 6, 7
(nobd.
, 1596
): Eh man sich Da recht vmb sach, | het er er Dapt Das Crocadil | so gschwind, Das im sein hut rab vil.
Jörg, Salat. Reformationschr.
925, 8
(halem.
, 1534
/5
): bald jnen der allt gloub / [...] der lieber waͤr / wann sy jnn mit eeren wider ertaappen koͤndend.
Sachs
17, 521, 13
; Schöpper
53b
; Henisch
918
; Dict. Germ.-Gall.-Lat.
148
.2.
›jn. bei einem heimlichen oder unerlaubten Tun entdecken, erwischen‹; Spezialisierung zu 1.Belegblock:
Perez, Dietzin
1, 129, 5
(Frankf.
1626
): wer weiß / daß mein Vatter einen andern Mann bey meiner Mutter erdapt vnnd also frembde Eyer in seinem Nest gefunden?
v. Ingen, Zesen. Ged.
391, 19
(Breslau
1641
): die so sachte schleichen werden zum ersten ertapt.
Winter, Nöst. Weist.
1, 143, 16
(moobd.
, Hs. 17. Jh.
): da er [paur] aber erdappet wird daß ein kernl nach hauß geführt ist worden, alßdann [...].
Öst. Wb.
4, 750
f.