erdulden,
V.
›etw. ertragen, aushalten, hinnehmen‹;
zu
er-
8, dulden
2.Gehäuft Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Bedeutungsverwandte:
ausstehen
harren
1
leiden
Belegblock:
Luther, WA
16, 470, 10
(1524
/7
): GOTT [...] ist aber ein eifferer, er ist neidisch, kans die lenge nicht erdulden.
Ders., WA Tr.
5, 504, 14
(1540
/4
): offentlich mit weynen vnd klagen erdulden must, das du vormals mit lachen vnd freuden in wollusten heimlich getrieben.
Stambaugh, Friederich. Saufft.
46, 19
(Frankf./O.
1557
): wenn man von jemandt etwas unbillichs erdulden mus / das mann doch mit gutem gewissen erdulden kan [...].
Anderson u. a., Flugschrr.
19, 12, 4
([Eilenb.
] 1524
): Mein lieber mensch du must erdulden vnnd wissen / wie dir Got selbern dein vnkraut [...] aus deinem fruchtbaren lande [...] reutet.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
32
(Nürnb.
1517
): noch mer zu klagen, das wir frölich erdulden dise vermaledeite verfluchung und den sünden lachent dienen.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 442, 67
(Nürnb.
1631
): Auf allen den die leyden vnschuld, | Daß sie es erdulten mit gedult.
Luther, WA
24, 681, 27
; Spechtler, Mönch v. Salzb.
36, 96
; Dasypodius
309v
; Henisch
919
.