eiden,
V.
1.
›einen Eid ablegen, leisten; schwören, die Wahrheit zu sagen‹;
vgl.
eid
 1; 2; 3.
Bedeutungsverwandte:
hulden
,
2
schweren
 1; vgl.
beeiden
 1,
2
beschweren
 7,
bestricken
 2.

Belegblock:

Luther, WA
32, 383, 1
(
1532
):
jre falsche lerer, welche also predigen, das eiden und schweren [...] nicht suͤnde were.
Ebd.
53, 248, 6
(
1542
):
das ist die frage, Obs die Person sey, der man Eiden, Schweren, hulden solle, Oder, wo der Eid und Huld geschehen [...], ob mans schuͤldig sey zu halten oder zu lassen.
Qu. Schweiz. Gesch.
1, 169, 28
(
halem.
,
1470
):
Es were ouch in irem landtgricht die, so hinder den herren sessendt, nie gebrucht zuͦ eiden.
Luther, WA
23, 571, 15
;
Rwb
2, 1310
;
Cirullies, Rechtsterm. Anh.
1981, 134
.
2.
›jm. einen Eid abnehmen, jn. vereidigen, eidlich verpflichten‹;
zu
eid
 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
beeiden
 2.

Belegblock:

Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
304, 16
(
thür.
,
1474
):
daz der richter unde dy schepphin darvor sin solden, daz man nach der stat unde des gerichtis gewonheyt nymandes frevelichin eyde solde.
V. Anshelm. Berner Chron.
1, 205, 18
(
halem.
,
n. 1529
):
iren obren in der Eidgnoschaft [was] so widrig [...], dass iedes ort sine ansprecher eidet.
Matthaei, Minner. I,
8, 89
;
Maaler
122r
;
Rwb
2, 1309
 f.;
Schweiz. Id.
1, 94
.