drischeufel,
tritscheufel,
das
,der
;–/-Ø
;tris(t)eufel
und drischaufel, drischeubel, drischibel, drischubel, drischul
; zu
mhd.
drischûvel
›(Haus)schwelle‹
(Mwb
); zur (problematischen) Etymologie / Motivation vgl. 1, 1374
Kluge/S.
und 2011, 930
Dwb, Neub.
.6, 1403
›Türschwelle; Grenzbereich, Ein- und Ausgang (z. B. eines Hauses)‹; metonymisch auch: ›Haus‹.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): beistal
4, dachtropfen
2, 1
geschwelle
, hecke
(die
) 2; 5, pfosten
, schwelle
2, tür
1, überriegel
, übertür
; vgl. ausgang
2, eingang
5.Syntagmen:
den d. gehen
; j. über das d. kommen, einen fus über das d. setzen, jm. über sein d. nachlaufen / (nach)werfen, den kopf auf dem d. abschlagen, jn. unter dem d. ausschürfen, etw. unter dem d. eingraben, kein zins vor dem d. nemen, von dem cherub etw. zu dem d. genommen werden
; das d. des hauses
; ein d. mit eichenem holz
; ein grosses d., x drischäufel
.Belegblock:
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
5, 307, 13
(Straßb.
1466
): do sy [daz weip] ging den trischeufel
[Var. 1475
daz geschwel1
: ; 1476:
die schwell;
die schwelleLuther
1545, 1. Kön. 14, 17: ]
des hauses: das kint was tod. Ebd.
9, 405, 17
: die drischeufel vnd die blintuenster: vnd die soler in der vmbhaltung durch
.
iii.
teil wider ein ieglichs dryscheufel [
sampt den Thüren / Fenstern / Ecken vnd den dreien GengenLuther
1545, Hes. 41, 16: ].
Rennefahrt, Stadtr. Bern
471, 6
(halem.
, 1408
): uff dem bogen zwen gar groß tristhuͥbel mit eichenem holtz.
Schmitt, Ordo rerum
56, 8
(oobd.
, 2. H. 15. Jh.
): Postes posten drischuffel [...] heke [...] vberregel.
Winter, Nöst. Weist.
1, 462, 12
(moobd.
, M. 15. Jh.
): so pald er under di dachtrophen kumbt oder den ainen fues über das drischubl hinein setzt so hat er verwandlt 32 tal. ₰ oder man sol im den koph auf dem drischubl abschlahen.
Ebd.
2, 980, 3
: Wer ainem in sein haus lauft in frävel, als oft über ain drisschüfel
[Var.:
dryschul]
als oft is er verfallen 5 lib. ₰. Turmair
5, 203, 8
(moobd.
, 1522
/33
): si war kaum über das tritscheubel komen, da fiel si vor hunger dahin.
Mell u. a., Steir. Taid.
258, 2
(m/soobd.
, 1539
): so ainer ein hauspruech tuet oder ainer dem andern über sein drischipl im zorn nachlauft.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
282, 32
; Sachs
21, 64, 23
; Dwb, Neub.
6, 1403
; Schwäb. Wb.
2, 389
f.‒
Vgl. ferner s. v. ausschürfen
1, beistal
4.