cornut,
der
;-en/-en
;aus
lat.
cornūtus
›gehörnt‹
(Georges
).1, 1701
1.
›Lehrjunge‹.Bedeutungsverwandte:
gehilfe
lerbaz
Phraseme:
den c. stechen
›jn. zum Narren halten‹ (s. auch stechen
, V., 11).Syntagmen:
armseliger / schützischer c.
Belegblock:
Lichtenstein, Lindener. Katzip.
11
(o. O. 1558
): Gott der erfinder des weins [...] der stehet in mit seinen gehülffen, cornuten trewlich bey.
Ders., Lindener. Rastb.
160
(o. O. 1558
): Einer will im den narren bören, den cornuten stechen, bachanten behauen.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
2, 283, 4
(hess.
, 2. H. 16. Jh.
): Entlich [...] daß ein corrnut, so er seine lehrjahr erstanden, nicht mehr schuldig sey als 13 fl.
Bächtold, H. Salat
85, 10
(Luzern
1544
/51
): so du schüzischer cornutt etwan kum brot jn dim partegkensak han magst.
Sudhoff, Paracelsus
8, 56, 29
(1530
): Wie wird es euch cornuten ansehen, so euer Cacaphrastus ein fürst der monarchei sein wird.
Schwäb. Wb.
4, 645
.2.
s. cornet
1.