chorkappe,
die
;
–/-n
.
›liturgisches Gewand mit Kapuze‹;
zu
chor
 4,
1
kappe
 1.
Bedeutungsverwandte:
altarkleidung
,
kasel
 1,
chorkittel
,
chorrok
,
mesgewand
,
ornat
 1.
Syntagmen:
goldene / sammete ch.

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb.
66, 39
(
preuß.
,
1400
):
4 m. und 1 firdung eyme schroter gegeben, der deme meister kaseln und korkappen hat gemachet.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
344, 25
(
preuß.
,
1508
):
6 chorkapen mit etlichen silbern spangen.
Jürges u. a., Waldecker Chron.
347, 15
(
wmd.
1546
):
Ein kurkappen, schwarz wursten und ein knopf daran geflochten mit gulden draden und seiden.
Luther, WA
41, 155, 34
(
1534
):
Es gilt und thuet hie zu nicht der Ornat und geprenge, Chorkappen, Spitze hute, Stab, und was des mehr ist, darin des Bapsts Larven prangen.
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
480, 14
(
nobd.
,
1482
):
ein rotte sammate chorekappen mit einem schönen güldin umbläufe.
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz.
30, 8
(
alem.
,
um 1430
):
Nach den caplan die obgenannten münch mit iren chorkappen und irem hailtumb; nach den münchen all äpt mit iro korkappen.
Bernoulli, Basler Chron.
4, 382, 11
(
alem.
,
1453
/
4
):
leit er [kunig] sich aber nider per modum crucis und leit man imme die chorkappen an.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
293, 29
(
halem.
,
1505
):
min herren naͤmen von dem sydensticker sin arbeit ab, so da dienet zuͦ einer chorkappen.
Zingerle, Inventare
196a, 18
(
tir.
1465
):
i perlenschilt oder goller an ain chorkapen oder mantel.
Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
3, 5
;
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
127, 22
;
Ermisch, UB Chemnitz
436, 23
;
Chron. Nürnb.
4, 344, 24
;
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 593, 20
;
Krebs, Prot. Konst. Domkap.
2307
;
Argovia
5, 135
;
Jörg, Salat. Reformationschr.
783, 17
;
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 5293, 40
;
Schwäb. Wb.
4, 633
;
Schweiz. Id.
1, 384
.
Vgl. ferner s. v.
altarkleidung
.