butterbrief,
der
;–/-e
.zur Reformationszeit ›päpstlicher Brief, der den Genuß von Butter in der Fastenzeit erlaubt‹;
zu
butter
, brief
2.Zur Sache:
Lex. d. Mal.
, 1162f.2
Belegblock:
Luther, WA
30, 2, 286, 22
(1530
): DAs waren die Butter briefe, darinn der Bapst verkaufft freyheit, butter, kese, milch, eyer zu essen.
Luther, WA
30, 3, 306, 24
(1531
): Das unzelige gelt, das sie mit butter brieven, walfarten, heiligen dienst und des geschwuͤrms on zal gewonnen haben.
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Krüger
90, 346
(1580
): nur butter brief sie hatten feil | und machten aus deim wort ein kram, | betrogen uns damit zusam.
Dietz, Wb. Luther
1, 367
; Preuss. Wb. (Z)
1, 890
.