busfällig,
Adj.
›einer Buße verfallen, bußpflichtig, straffällig‹;
zu
1
busse
 2; 3.
Syntagmen:
jn. b. finden / machen, jm. b sein
.

Belegblock:

Chron. Mainz
1, 177, 8
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
wen man dan schuldig und bußfeldig finden werdet, der sal geben und nemen, was [...] durch recht gesprochen und irkant werdet.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
279, 19
(
thür.
,
1474
):
deshalbin sy anruchtig, wandelbar unde bußefellig sollen worden syn von deme ungehorsam begangen.
Thiele, Chron. Stolle
401, 16
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
er habe die muntcze zu erffort unnd möge die alle jar vor andere, unnd wer der nicht gebrucht, der sie öme buss fellig.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
666, 19
(
osächs.
,
1523
/
4
):
Ist Hans pusfellig worden, eher er an sein wort kommen ist. so mag er nach der puß wol ein man gewinnen, der sein wort spreche.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
155, 63
(
schles.
,
1358
):
ab vnsir keynis man vf des andirn gut busuellik wirt,[...] dem sal der here volgin, des man busuellik ist wordin.
Mon. Boica, NF.
1, 467, 14
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
wer uff demselben ehafftgericht vervellet oder puzvellig wirt, der ist der obgeschriben wandel und puze czwiveldig verfallen.
Chron. Nürnb.
2, 129, 22
(
nobd.
,
1449
/
50
):
solich und ander schuld het man auf sie gelegt, damit man sie het mügen verunglimpfen und pußfellig machen.
Müller, Nördl.Stadtr.
93, 22
(
schwäb.
,
1510
):
Ain frembder, der bussfällig würdet, muss ain bürgen haben.
Chron. Augsb.
9, 309, 13
(
schwäb.
,
1536
):
wielcher maister bußfellig were oder wurde, dem soll nit mer dann ain monat zugesehen werden.
Geier, Stadtr. Überl.
546, 20
(
nalem.
,
1561
):
darumb ain jeder übertretter buoßfellig sein soll.
Müller, Lands. St. Gallen
41, 24
(
halem.
,
1594
/
1630
):
Der es aber nit tůt, der sol umb den verclagten fräfel bůßfellig sin.
Winter, Nöst. Weist.
1, 322, 34
(
moobd.
,
um 1540
):
wer dem zu nahent holzt, prennt oder abwirft, ist pueßfellig.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
25, 19
(
m/soobd.
,
16. Jh.
):
wellicher den andern ubermäet, zeunt oder uberpaut, der ist pueßfellig.
Schöpper
67b
;
Cirullies, Rechtsterm. Anh.
1981, 126
;
Dietz, Wb. Luther
1, 366
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 885
;
Shess. Wb.
1, 1251
f.;
Bad. Wb.
1, 383
;
Schwäb. Wb.
1, 1558
;
Schweiz. Id.
1, 764
;
Rwb
2, 659
.