bubenschule,
die
;
–/-n
;
vor allem von Luther in den Auseinandersetzungen der Reformation benutzte Bezeichnung.
›Brutstätte von Spitzbuben‹;
zu
bube
3.

Belegblock:

Luther, WA
30, 2, 520, 31
(
1530
):
Ich rede ja itzt nicht von Bubenschulen noch von unzuͤchtigen heusern, Sondern von schulen, da man kinder auffzeucht in kuͤnsten.
Ebd.
30, 3, 446, 7
(
1531
):
dis buͤchlin hat keinen namen und ist gedruckt zu Dresen, da keine buben schule sein sol wie zu Wittemberg.
Ebd.
33, 497, 29
(
1531
):
Also sagen sie von uns auch, schelten uns, das wir nur eine Buben schule haben, das wir lehren vergebung der sunden.
Ebd.
47, 246, 31
(
1537
/
40
):
Die Romische Kirche des Bapsts, der Cardinel, auch des Bischoffs zu Meintz ist eine Bubenschule.
Dietz, Wb. Luther
1, 354
.