brasteln,
V.;
Iterativbildung zu brasten
.Geräusche von Feuer, Wasser, Waffen, Geräten, ›rasseln, krachen, rauschen‹;
vgl.
brasten
1.Bedeutungsverwandte:
vgl. prasseln
brasten
bratzeln
Belegblock:
Ziesemer, Proph. Cranc Joel
2, 5
(preuß.
, M. 14. Jh.
): si springen als das gebreste der wayne uf der berge hoe, alse der vlamme prastilt einis vuers.
Quint, Eckharts Trakt.
34, 2
(E. 13.
/A. 14. Jh.
): Und dar umbe, ê diz her zuo kome, sô ist dâ iemer ein rouch, ein widerkriec, ein prasteln, ein arbeit und ein strît zwischen viure und holze.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
312, 8
(osächs.
, 2. H. 14. Jh.
): eyn vuͤgir, so prastilt is also lute das man is obir vil myle horit.
Gerhard, Hist. alde e
529
(omd.
, um 1340
): Get vur uch sunder crumme, | Mit nichte set uch umme, | Wan ir daz prasteln horet, | Und die stat wirt verstoret.
Pyritz, Minneburg
3291
(nobd.
, Hs. um 1400
): Da wuchs in mir durch ryset | Der sußen mynnen zederbaum, | Daz mich betwang der mynnen saum | Und auch dez fures brasteln.
Sachs
2, 396, 25
(Nürnb.
1535
): da war ein knallen, | Ein prastlen, dönen und ein schallen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
5, 32, 23
(Straßb.
1466
): Wann der herr der doͤnet mit michelm brasteln an dem tag vber die philister.
Barack, Zim. Chron.
2, 166, 21
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): da erhueb sich ain solch prastlen und grausams wesen hünder ime, als ob perg und thal alles zusamen breche.
Chron. Augsb.
2, 318, 14
(schwäb.
, Hs. 16. Jh.
): da vieng der turn an zu sinken undersich gar sittlich und still, daß kain groß prastlen oder gedön da was.
Lauater. Gespaͤnste
18v, 11
(Zürich
1578
): so bedunckt jn zun zyten er hoͤre etwas susen oder prastlē als wen̄ es windete.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
500, 5
(moobd.
, 1473
/8
): Da hueb sich an ein prasteln und ein stossen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
93, 2
(oobd.
, 1349
/50
): er prastelt auch oft sam dâ tännin holz prastelt in ainem feur.
Schöpper
34a
; Lehmann, Rezeptb.
162
; Preuss. Wb. (Z) 1, 768f.;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
52
; Schweiz. Id.
5, 833
.