brast,
brastel,
der
, auch das
;–/-s
+ Uml.;Ableitung zu
mhd.
bresten
›brechen, bersten, mangeln, gebrechen‹
(Lexer
).1, 350
1.
›Geprassel, Getöse, Lärm‹; zu
brasten
1.Belegblock:
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
110, 28
(moobd.
, 1478
/81
): Mit dem sigen paide ir her zusamen; do ward das prastel und stossen gross.
Turmair
4, 39, 11
(moobd.
, 1522
/33
): Der In [...] felt [...] über fels und stain mit solchem gewalt, prast und sausen, das man darauf gar nit faren mag.
Voc. Teut.-Lat.
z vv
; Schmid, R. Cysat
6, 15
; Schweiz. Id.
5, 832
.2.
›Kummer, Beschwerde, Mangel, Gebrechen‹.Belegblock:
Froning, Alsf. Passionssp.
809
(ohess.
, 1501ff.
): Geschee uns der hon, es wer mer ouch brast.
Chron. Mainz
1, 121, 26
(rhfrk.
, 15. Jh.
): so ist denselben begegent soliche scholt brost und auch infelle der selben stette renten.
Menge, Laufenb. Reg.
5035
(Hs. ˹nalem.
, um 1470
˺): Doch wúrt In [mentschen] nit allen we | Nach yegklichs nature | Eins halte sich in cure | Das es bräste nit berürt.
V. Anshelm. Berner Chron.
4, 247, 236
(halem.
, n. 1529
): herzog Fridrich von Saxen [...] in siner hohen schül disen vergiften presten hätte lassen imkommen.
Shess. Wb.
1, 1072
; Vilmar
50
; Crecelius
1, 197
; Schwäb. Wb.
1, 1354
; Schweiz. Id.
5, 831
f.