brandschatzung,
die
;-Ø/–
.1.
›Geldkontribution für den Loskauf von Brand und Raub‹; zu
brandschatzen
1.Bedeutungsverwandte:
vgl. brandschaz
brandschos
Belegblock:
Dinklage, Frk. Bauernweist.
105, 29
(nobd.
, 1475
): die funf hoffraidt geben noch kein atzung, es wer dan brandschatzung oder ein gemein satz des dorfs.
Müller, Grafsch. Hohenb.
1, 13, 3
(schwäb.
, 1393
): des ersten die vom Wiler haͧnd geben ze brantschatzung 50 guldin 40 malter habern.
Bachmann, Haimonsk.
202, 31
(halem.
, 1530
): Und begerd fryd, so will er Ruollanden găn lăssen on brantschatzung und sich ŭch ergeben sampt sinen bruodern.
Gagliardi, Dok. Waldmann
2, 571, 31
(halem.
, um 1541
): von der brandschatzung und pütgelts wegen, da die usßeren vermeynen, das das ouch unglych zůgange.
Schmid, Pilgerreisen.
1957, 407
; Preuss. Wb. (Z)
1, 762
; Schwäb. Wb.
1, 1349
; Schweiz. Id.
8, 1663
; Vorarlb. Wb.
1, 430
; Rwb
2, 450
.2.
›Plünderung und Brandlegung‹; zu
brandschatzen
2.Belegblock:
Wyss, Limb. Chron. U
145, 25
(mfrk.
, 1393
): obe sẏ ẏn ẏt abeschatzeten von brantschatzunge.
Wiese, UB Wetzlar
1, 663, 3
(hess.
, 1349
): sond sie wol bewisen sulden [...] daz sie der brantschatzunge ledig sageten.