brame,
die
;–/-n
(+ Uml.);zu
mhd.
brâme
›Dornstrauch‹
(Lexer
), 1, 340
ahd.
brâmo
(Ahd. Wb.
); Etymologie unklar (1, 1314
Dwb
).2, 293
›dorniges Strauchwerk, bes. Brom- und Himbeerstrauch‹; auch ütr.
Bedeutungsverwandte:
distel
dorn
hurste
Belegblock:
Helm, H. v. Hesler. Nicod.
172
(nrddt.
, 14. Jh.
): Des selben geistes brame | noch worzet an den erkornen | und dorret an den vorlornen.
Kochendörffer, Tilo v. Kulm
4089
(preuß.
, 1331
): Di disteln und di bremen | Di also sere semen | Daz si beide korn und weiz | Verdemphin in der erden creiz.
Palm, Veter Buoch
64, 13
(schles.
, Hs. E. 14.
/A. 15. Jh.
): Ein man der hate ackere, die versumet waren mit buwe, vncz sie dorne bramen vnd ander vndinc druffe vberwuchs.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
9770
(omd.
, 1338
): Bremen, dysteln, di dirre sucht | Verterbe ire wingarten.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
202, 21
(els.
, 1362
): Die [kirche] waz vmbegeben mit bromen vnd mit húrsten.
Morrall, Mandev. Reiseb.
85, 9
(schwäb.
, E. 14. Jh.
): wann daz man dar in [land] sayte neßlen und dorn und bromen.
Adrian, Saelden Hort
3960
(alem.
, Hss. E. 14.
/15. Jh.
): volgent dir ain horne | dur bremen, distel, dorne.
Ebd.
4646
: vil dornen und bramen wachsit in der wuͤsti.
Bihlmeyer, Seuse
425, 22
(alem.
, 14. Jh.
): daz ir [...] nút mit dornen und mit bramen waͤrent erfúllet, die ir nu so arbeitseliglich us rútent.
Niewöhner, Teichner
322, 50
(Hs. ˹moobd.
, 1360
/70
˺): wi gar leicht in rurt ein pram | oder ein hitz, daz tůt im ant.
Bremer, Voc. opt.
1, 222
; Dict. Germ.-Gall.-Lat.
93
; Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
52
; Schweiz. Id.
5, 600
f.; Öst. Wb.
3, 719
.