brambere,
brombere,
die
;–/-n
;zu
mhd.
brâmber
›Brombeerstrauch‹
(Lexer
), Zusammensetzung aus 1, 340
ahd.
bramo
›Dornstrauch‹
und ahd.
beri
›Beere‹
(Pfeifer, Etym. Wb. d. Dt.
).1993, 172
1.
›mit Stacheln besetzter Strauch und dessen dunkelrote bis schwarze Frucht, Brombeere‹; zu
brame
, 3
bere
1.Zur Sache vgl.
Marzell
ff. und zur Wortgeographie der „Brombeere“ s. 3, 1455
Dwa
; vgl. auch 1, 10
Wienesen, Die Brombeere. Gießen
.1952
Bedeutungsverwandte:
krazbere
Wortbildungen:
bramberbaum
bramberblat
bramberdorn
bramberstok
Belegblock:
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
36, 27
(osächs.
, 1570
/7
): Laub von bram- und kratzbeeren an einen faden in wein gehenket, so wird er hell und lauter.
Hajek, Gůte spise
54
(rhfrk.
/nobd.
, um 1350
): nim bromber vnd bresteling, | daz ist daz aller beste ding.
Winter, Nöst. Weist.
2, 1002, 17
(moobd.
, 17. Jh.
): Auch wer ein zimerholz abschlecht und das nicht außbringt [...] das die pramben darüber wachsen.
Bremer, Voc. opt.
1, 225
; Schmitt, Ordo rerum
379, 20
; 401, 41
; Brack
d 8v
; Dasypodius
139r
; 301v
; Maaler
79r
; Hulsius
C jr
; Volkmar
546
; Dict. Germ.-Gall.-Lat.
95
; Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 63
; Shess. Wb.
1, 1137
; Schwäb. Wb.
1, 1434
f.; Öst. Wb.
2, 1049
.2.
phras.: nicht eine brambere
›(gar) nichts‹.Belegblock:
Mone, Adt. Schausp.
3, 446
(Hs. ˹omd.
, 1391
˺): wen nymant mag werden gesunt, | daz er hundert tusent phunt | alles gebe durch gotes ere, | daz hulf en nicht eyne brambere.