brachet,
brachat,
der
;
-s/–
;
zu
mhd.
brâchôt
›Zeit der Brache, Brachmonat‹
(
Lexer
1, 338
).
›Zeit, in der der Boden umgebrochen wird; Brachmonat (Juni)‹;
zu
brachen
.
Gehäuft im urkundlichen Schrifttum.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
brachmonat
,
juni
.

Belegblock:

Chron. Augsb.
1, 19, 27
(
schwäb.
, zu
1473
):
und regnet den howmonat und den brachat und den augst 3 wochen nichcz umb Străssburg.
Löffler, Columella/Österreicher
1, 275, 7
(
schwäb.
,
1491
):
Das zitt in zů setzen hătt Julius Atticus geben von dem collend des novembers in das collend des brachettzs.
Ebd.
2, 15, 3
:
von dem ydus des monatzs aberellen byß in das ydus des brachatzs wiertt in das grien fůtter recht abgemaͤtt.
Menge, Laufenb. Reg.
255
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Brochot bin ich genant | der sechste manot wol bekant.
Rennefahrt, Statut. Saanen
34, 19
(
halem.
,
1403
):
am sechs und zwentzigosten tag brachedes des jares.
Dierauer, Chron. Zürich
33, 1
(
halem.
,
1415
/
20
):
an dem ersten tag brachodes, do starb kúng Růdolf von Habspurg.
Schib, H. Stockar
149, 11
(
halem.
,
1520
/
9
):
Und ist den brachatt fast regen gesin, das man nütt hatt kenen schaffan.
Bächtold, H. Salat
49, 26
(
Luzern
1536
):
im brochat der ein koufman den andern by rotenburg umbrocht.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
386, 3
(
halem.
,
1556
):
dan allein im brachet, hoͤuwmonet, ougsten und herpstmonat, söllend sy nit so gar überflüssig metzgen.
Schmid, Pilgerreisen.
1957, 407
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
51
;
Schwäb. Wb.
1, 1332
;
Schweiz. Id.
5, 311
f.;
Öst. Wb.
3, 693
.