bleue,
die
;-n/-n
;zu
mhd.
bliuwe
›Hanfreibe‹
(Lexer
).1, 310
– Gehäuft alem.
1.
›Verletzung durch einen Schlag; Prellung, blauer Fleck‹; zu
bleuen
1.Bedeutungsverwandte:
herte
streichmas
Belegblock:
Sudhoff, Paracelsus
10, 138, 30
(1536
): die zufell, so aus der hiz und frost entspringen, als herte, bleue und ander ungeschlachte zuverwante feint.
Maaler
71r
(Zürich
1561
): Blaͤwe wie streychmasen. Liuor.
2.
›Hanfreibe; Stampfmühle für Hanf und Flachs‹; zu
bleuen
2.Belegblock:
Boos, UB Aarau
204, 36
(halem.
, 1400
): den bach [...] zwúschend der statt und der múli oder zwúschent der múli und der ploͤwen.
UB Zug
398, 8
(halem.
, 1405
): daß des gottshaus zu Cappel schaden bringen mag an ihro fischentzen, nach an ihre müllenen, nach an ihro blouewen.
Rennefahrt, Statut. Saanen
86, 10
(halem.
, 1448
): es syent muͥlinen, sagen, bloͤwen, schliffen und all ander reder, so denn das wasser triben mag.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
188, 30
(halem.
, 1445
): also dz nieman dar inn nützit buwen sol, keinerley, weder muli, bloͤwen noch anders.
Boner, Urk. Aarburg
58, 20
(halem.
, 1451
): Heini Sager git jaͤrlich 7 muͥt dinckel 8 alt huͤnr ab der sagen by der bloͤwen und ab der matten daby.
Rennefahrt, Recht Laupen
183, 16
(halem.
, 1529
): Hans Hünger der müller gitt jaͤrlichß zynseß von der müle, bloͤüwen und sagen an pfennigen 2 güldin.
Maaler
319r
(Zürich
1561
): Plüwe / Besunder ort in der müle da man den hanff pleüwet,
Schmid, R. Cysat
6, 14
; Schweiz. Id.
5, 249
.