2
beweinen,V.;
zu Wein
.1.
›sich mit Wein betrinken‹; als part. Adj. bewein(e)t
›betrunken‹.Wortbildungen:
2
beweinung
Belegblock:
Wolf, Gesetze Frankf.
417
(hess.
, 1577
): den iren zu schaden [...] tieff in die nacht hinein gezecht und sich noch mehr beweinet.
Barack, Zim. Chron.
3, 105, 32
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): als sie abermals sich wol beweinet und in der nacht ir saugendt kindt usser der wiegen genommen und saugen wellen, ist sie so trunken gewesen, das [...].
Ebd.
106, 5
: Uf ain andere zeit hat sie abermals sich beweinet, das sie nachts uf eim heimlichen ort entschlaffen.
Chron. Augsb.
7, 488, 20
(schwäb.
, zu 1563
): dann er sich gar oft beweinet, daß er mer truncken, dann nuͤchter war.
Ebd.
8, 437, 29
(zu 1556
): desgleichen sol sich ain jeder des trinckens und übrigen beweinens enthalten.
Henisch
360
(Augsb.
1616
): Beweinen / vino se ingurgitare. Er ist hart beweinet / multo mero se grauauit. Beweinet / truncken / voll / ebrius.
Schwäb. Wb.
1, 991
.2.
›sich mit Wein versorgen, versehen‹.Wortbildungen:
2
beweinung
Belegblock:
Rwb
2, 267
; Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
37/38
(a. 1518
für 2
beweinung
); Schwäb. Wb.
6, 1632
(a. 1502
).3.
›(ein Gut) aufgrund von Abgaberückständen für eingezogen erklären und dies durch ein Gelage begehen‹.Belegblock:
Grimm, Weisth.
5, 476, 10
(els.
, o. J.): Ein frembder huober soll seinen zins bringen [...]; thut er das nit, so solle der meier das guot bewienen zue dreien vierzehen tagen. [...]. Were es sach, das ein Lehengut bewient würde.