betglocke,
beteglocke
(letzteres seltener), die
.›Glocke, die morgens und abends, jeweils in der Dämmerung, zum Gebet aufruft und gleichzeitig den bürgerlichen Tag ein- bzw. ausläutet‹; als Metonymie: ›Zeitpunkt des Läutens der Betglocke‹;
vgl.
beten
1; 2; 3; 4.Zur Sache:
Rwb
; 2, 216
Schweiz. Id.
(s. u.).Wortbildungen:
betglockenzeit
Belegblock:
Opel, Spittendorf
184, 10
(osächs.
, um 1480
): zu abent, wen man die betteglocke schlecht.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
91, 6
(nobd.
, 1387
): biz daz man zuͤ obent dyͤ betglokken luͤtet.
Merk, Stadtr. Neuenb.
140, 22
(nalem.
, 1681
): von abends der betglocken an bis zue mitternacht und von mitternacht his morgens wider zur betglocken.
Boner, Urk. Zofingen
604, 9
(halem.
, 1511
): von bettgloggen zitt gegen nacht biß wider zů bettgloggen zitt gegen tag.
Schweiz. Id.
2, 615
f.