beklemmen,
V.
– Md.
1.
›etw. fest ergreifen, fest an sich halten‹, im Beleg bildlich.Belegblock:
Helm, H. v. Hesler. Apok.
4901
(nrddt.
, 14. Jh.
): Die [sele] sal mit vast getwungen knubelen | Sin swert beclemmet halden | Und vaste sines ellens walden.
2.
›jn. / etw. in Bedrängnis bringen, jn. in die Schranken weisen; jn. einschließen, belagern‹.Belegblock:
Kochendörffer, Tilo v. Kulm
353
(preuß.
, 1331
): Von der sunden uber swal | Wart al di werlt beclemmet | Und in den tot geschremmet.
Ziesemer, Proph. Cranc. Am.
1, 9
(preuß.
, M. 14. Jh.
): daz sie beclemmit haben das vollenkumen gevencnisse zu Ydumea und haben nicht gedacht an di sune der brudere.
Toeppen, Ständetage Preußen
4, 275, 4
(preuß.
, 1454
): in welchen tageferten man uns ouch mochte us irem gewonnen rechte bobistlicher und keyserlicher briefe beclemmen, dodurch uns eine grosze zcureissunge mochte gescheen.
Fischer, Brun v. Schoneb.
3850
(md.
, Hs. um 1400
): beklemme si du gotis kint, | di da volger uf mich sint.
Preuss. Wb. (Z)
1, 509
.