bekümmerung,
die
;
–/-e
.
1.
›Bereitung von Kummer, Sorge‹; metonymisch: ›Kummer, Sorge, psychische Belastung‹;
vgl.
bekümmern
 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
bekümmernis
 2.

Belegblock:

Reissenberger, Väterb.
15631
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Daz ist ein groz ungemach | Unde ein bekumerunge.
Maaler
57r
(
Zürich
1561
):
Fründtlich on yemants Bekümmerung an eim ort wonen.
Höver, Bonaventura. Itin. B,
12
(
moobd.
,
1450
/
60
):
das menschleich gemůt, zerflossen mit vil sorgfeltigkaitten vnd fremder oder ausserer bekúmrung.
2.
›Beschäftigung, rührige Tätigkeit‹;
vgl.
bekümmern
 2; 3.
Bedeutungsverwandte:
übung
,
werk
.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
4, 558, 11
(
preuß.
,
1457
):
unnsir lande Prewszen, die doruch unrechte und unbillige bekomerunge von unsirm reiche entfremdet woren.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
12170
(
rhfrk.
,
um 1405
):
Caribdis is die wißheit | In der werlde und die beschidikeit | Von weltlichen werffongen | Und von yren bekommerongen.
Ebd.
12190
;
Dietz, Wb. Luther
1, 251
;
Schwäb. Wb.
1, 828
;
Franke, Luthers Wortlehre.
1914, 106
.
3.
›Behinderung, Einschränkung, Belastung; Pfändung‹;
vgl.
bekümmern
 4.
Bedeutungsverwandte:
pfändung
 1.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 79, 14
(
Straßb.
1466
):
wann das ich euch bewege zů dem das do ist ersam vnd das es gebe zimlikeit on bekúmerung.
Dietz, Wb. Luther
1, 249
;
Schmitt, Urkundenspr.
1936, 171
;
Kohler u. a., Wormser Recht.
1915, 323
.
4.
s.
bekümmern
 7.