beharlich,
Adj.
›unverrückbar, beständig; bleibend, andauernd, dauerhaft, auf Dauer; Ausdauer verlangend‹; vereinzelt negativ konnotiert, dann ›stur, eigensinnig, halsstarrig‹;
vgl.
beharren
1; 2; 3.Späteres Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
bestendig
bleiblich
ewiglich
fast
standhaftig
stäte
eigensinnig
wiederspenstig
Belegblock:
Schöpper
40a
(Dortm.
1550
): Perseuerans. Bestendig Standthafftig beharrlich bleiplich stätt väst.
Göz. Leichabd.
314, 9
(Jena
1664
): dero Zahlbahrn Hn. Studiosorum beharrliche Observanz und Liebe gegen deren Seeligen Hn. Praeceptorem.
Opitz. Poeterey
5, 3
(Breslau
1624
): Befehle […] mich […] in jhre beharliche gunst vnd liebe.
M. Cunitia. Ur. Prop.
230, 37
(Öls
1650
): sie [allfoͤrmige verfinsterung] sey total […] oder partial […] vertunckelnde; beharrlich wehrende / oder Augenblicklich vergehende.
Maaler
55r
(Zürich
1561
): Beharrlich Eewigklich. […]. Staͤte saure / Beharrliche vnnd strenge arbeit.
Ebd.
68r
: Beharrlich / oder für vnnd für den wůcher Bezalen.
Barack, Zim. Chron.
4, 61, 31
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): da sich die feindt beharlich ins landt gelegert.
Rauwolf. Raiß
5, 20
([Lauingen
] 1582
): ehe Kayser Carolus der Fünfft / sie [Stadt] beharrlich inngehabt.
Henisch
250
(Augsb.
1616
): Beharrlicher fleiß / damit jmmer angehalten wirdt […]. Beharrliche forcht eines vbels […]. Beharrlich / eigensinnigklich / widerspenstigklich.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
66
; Maaler
55r
; Schwartzenbach
D jr
; Golius
258
; Preuss. Wb. (Z)
1, 481
; Schweiz. Id.
2, 1516
.