beguten,
begüten,
V.
1.
›jn. mit etw. (meist Grund und Boden) ausstatten; jn. (Kinder) abfinden‹.Bedeutungsverwandte:
verbürgern
Syntagmen:
das münster, die kinder b
.; amptleute / bürger / fürsten begutet, -ü-, sein
.Wortbildungen:
begüter
begüteter
) ›Begüteter‹ (a. 1550), begütung
Belegblock:
Chron. Köln
2, 442, 18
(Köln
1499
): so soulde he doin buwen ein cloister ind dat van dem sinen begueden.
Ebd.
481, 1
: dese vurß hillige buschof sent Herebert dede machen dat munster […] ind begoede dat selve richliche.
Kollnig, Weist. Schriesh.
151, 4
(rhfrk.
, 1517
): so ist des dorfs altes herkommen […] das alle diejenige außmärker, so in Hohensachsemer gemarkung begütet seind, […] jährlich die bach fegen helfen müssen.
Skála, Egerer Urgichtenb.
105, 13
(nwböhm.
, 1573
): er habe Zum (Be)Langen Becken gesaget wen mir ein Anderer beguet wolt Ich Ine Zallen.
Dief./Wü.
181
; Pfälz. Wb.
1, 653
; Schwäb. Wb.
1, 766
; 6, 1606
; Rwb
1, 1452/3
.2.
›günstig, wohlwollend über etw. sprechen; etw. (z. B. den Zorn) / jn. begütigen, besänftigen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. begütigen
Syntagmen:
ein ding, den zorn, den herren b
.Belegblock:
Schwartzenbach
D jr
(Frankf.
1564
): Beguͤten. Einen menschen mild / dultig / zam / oder verwendt machen.
Vetter, Pred. Taulers
135, 18
(els.
, 1359
): Wer ein ding ze mole boͤs, noch denne so beguͤtent es.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
24
.