beginnen,
das
.1.
›Beginnen, Tun, Tat, Unternehmen‹; zu
beginnen
(V.) 3.Belegblock:
Weise. Jugend-Lust
118, 12
(Leipzig
1684
): SO haben die meineydigen Buben den Lohn ihres Beginnens empfangen.
Opitz. Poeterey
43, 6
(Breslau
1624
): da herdt vnd auch altar | In asche ward geleget durch trawriges beginnen | Der blutigen begiehr.
Ebd.
49, 9
: Vnd vns das blutige beginnen | Der waffen nicht hat tilgen koͤnnen.
Lappenberg, Fleming. Ged.
262, 26
(1632
): Laßt uns ihren Glanz besinnen | und das Himmlische beginnen.
2.
›Anfang, Ursprung, Grund von etw.; Gründung (z. B. einer Stadt)‹; metonymisch auch: ›Schöpfer‹; zu
beginnen
(V.) 4.Gehäuft Texte religiösen, insbesondere mystischen Inhalts; älteres und (seltener) mittleres Frnhd.
Belegblock:
Quint, Eckharts Trakt.
231, 1
(E. 13.
/A. 14. Jh.
): die wîle daz got daz beginnen was in dem werke.
Ebd.
297, 7
: daz alliu sælicheit und volkomenheit […] ein beginnen hân in der armuot des geistes.
Chron. Köln
2, 4r, 48
(Köln
1499
): So will ich in sunderheyt vã yrẽ
[der Stadt Köln]
begỹne vñd oirsprũg vñ middell bis zo disser zijt schrijuẽ. Vetter, Pred. Taulers
106, 21
(els.
, E. 14. Jh.
): Dise wege flúhet die goͤttliche vorhte, wanne sú ist ein beginnen der wisheit.
Jostes, Eckhart
85, 16
(14. Jh.
): Dizz beginnen oder anfank ist der vater, als Augustinus spricht. Nu ist ein frag, ob der vater einik beginnen hab, und dor zu antwurt man: ja, sein beginne ist urspruͤnklich.
Ebd.
91, 12
: di [drifeltikeit] da stet werklich in dem vater, der ist ein beginnen aller creaturen.
Gerhardt, Meister v. Prag
15, 15
(Hs. ˹nobd.
, 1477
˺): In dem begynnen was das wort vnd das wort was bey got.