badknecht,
der
;–/auch
-Ø.
›Badergeselle, Gehilfe des Baders‹; auch als abwertende Bezeichnung für hohe Geistliche. Zur gesellschaftlichen Bewertung des Berufes vgl. die Belege;
zu
bad
1, knecht
7.Bedeutungsverwandte:
barbiergeselle
badreiber
Belegblock:
Fastnachtsp.
689, 12
(nobd.
, 15. Jh.
): Ich wil wern ein frauenwirt | Und ain padkneht, der lest und schirt, | So mag ich paiderseit gewin haben.
Sachs
1, 80, 33
(Nürnb.
1553
): so müst ir auff erden | Hart und armutselig leut werden, | Als baurn, kebler, scheffer und schinder | Badknecht, holtzhackr und besenbinder.
Ebd.
3, 595, 11
(1540
): Ich sach reyben, lechzen und schwitzen, | Negel abschneyden, volbad sitzen, | Lassen und schrepfen, kemmen und zwagen, | Schern, abfleyhen, wasser tragen, | Zehn außbrechen, die rewding salben, | [...] | Umb sie der schwartzen badknecht viel | In allen wincklen umbher loffen.
Rauwolf. Raiß
31, 27
([Lauingen
] 1582
): Weil dann einer růhet vnnd wider schwitzet / machet jhm der Badknecht ain Salben an / die haar zuuertreiben.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
106, 3
(oobd.
, 1349
/50
): Galiênus spricht, daz süez wazzer ziterndeu und waicheu glider mach, als wir sehen an den padknehten und an den padmaiden.
Schottenloher, Flugschrr.
58, 20
([Landshut
um 1523
]): er hofft sy auch christlich zů reformirn oder in dy äusserstn finsternuͤß zuverjagen, allain den Mentzischen Breuthuͤeter oder badknecht jn seinem badhemad ausgeschiedn.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
68, 13
; 110, 25
; 123, 25
; Loose, Tuchers Haushaltb.
127, 19
; Wutzel, Rechtsqu. Eferding
38, 5
; Henisch
169
; Dietz, Wb. Luther
1, 201
; Schwäb. Wb.
6, 1580
.