auweh,
auwe,
Interj.;
Schreibungen mit finalem
-h
selten, 16. Jh.;
zu
mhd.
ouwê
(
Lexer
2, 193
).
Ausdruck des (inneren, geistigen) Schmerzes, des Erschreckens.
Bedeutungsverwandte:
1
a
 3; vgl.
ach
(Interj.) 1; 3,
a|we
 1.
Syntagmen:
meist am Satzanfang, teils gedoppelt; teils ohne Folgetext, teils mit einem solchen, und zwar a) mit einem Dativausdruck für den Betroffenen oder für den Grund des Schmerzes, b) mit folgendem Aussage- oder Wunschsatz oder mit formalem, interrogativem Nebensatz als Ausrufesatz.

Belegblock:

Sachs
14, 243, 26
(
Nürnb.
1552
):
Auweh, auweh, thu mich bescheyden, | Warumb ich diese pein muß leyden.
Maaler
48v
(
Zürich
1561
):
Auwee / Ein wort eines betruͤbten vnnd erschrocknen weybs. Au, Interiectio consternatæ mulieris.
Chron. Augsb.
6, 74, 8
(
schwäb.
, zu
1536
):
auwee der großen nasen, damit man den armen betreugt.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
202, 26
(
oobd.
,
1349
/
50
):
auwê, wie ain wehsel daz ist!
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 360, 40
;
Voc. inc. teut.
c iv
;
Dasypodius
292v
;
Alberus
H iiijv
;
Henisch
137
;
Hulsius
A iiijv
;
Dietz, Wb. Luther
1, 198
;
Dief./Wü.
143
;
Weber, Oswald.
1847, 302
.