auszwingen,
V., unr. abl.
1.
›etw. aus etw. anderem herausbrechen‹.
Bedeutungsverwandte:
abbrechen
 1,
ausbringen
 1; vgl.
ausbrechen
 1.

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat.
c iijv
(
Nürnb.
1482
):
Austzwingen. außpringẽ. extorq̃re.
Chron. Augsb.
8, 156,
Anm. 2 (
schwäb.
, zu
1562
):
vom stuel oder sitz hab er ain lid, ain eisnes pendlen [...] mit seinem petschierring ausgezwungen und abbrochen.
2.
›jn. zu einer Handlung zwingen, etw. erzwingen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
annötigen
,
anstrengen
 2.

Belegblock:

Dietz, Wb. Luther
1, 198
(a.
1543
);
Rwb
1, 1157
.
3.
›(jm.) etw. aufzwingen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
aufdringen
 5.

Belegblock:

Luther, WA
41, 66, 27
(
1535
):
Est iustitia, quae ausser unser henden und vermugen steht, quam nulla lege aufzwinge.