aussprengen,
V.
1.
›etw. ausbreiten, ausstreuen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. ausspreiten
Belegblock:
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 305, 2
(Leipzig
1537
): Bey vns drey vnd dreyssig jharen, | Außgesprengt den somen sein.
v. d. Broek, Suevus. Spieg.
151v, 14
(Leipzig
1588
): hat man gegen Mitternacht einen Cometen gesehen / Darauff im andern Jahr Pestis an vielen orthen ausgesprenget worden.
Maaler
46r
(Zürich
1561
): Außsprengen / Hin vnd wider spraͤngen / als so man saͤyet.
Schweiz. Id.
10, 879
.2.
›etw. verbreiten, unter die Leute bringen, bekannt machen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. ausspreiten
Syntagmen:
a., das [...], die zeitung, das wort a., etw. mit lügen a.
; ausgesprengte schmähschrift, ausgesprengtes lob.
Belegblock:
Ralegh. America Vorr. iijv,
6
(Frankf.
1599
): eine Rahtsperson der Statt London [...] hat doͤrffen außsprengen / daß es [Goldt] [...] nichts werth ist.
Weise. Jugend-Lust
91, 11
(Leipzig
1684
): die Zeitung des Todes?
Ars.
Sie ist von uns ausgesprenget worden / damit die Feinde im Verfolgen desto nachlaͤssiger wuͤrden. Eschenloher. Medicus
2, 30
(Augsb.
1678
): wann sie falscher Weiß aussprengen daͤrffen / daß in der H. consecrierten Hostia das Blut Christi nit gegenwaͤrtig seye.
Dietz, Wb. Luther
1, 188
; Rwb
1, 1111
; Trübner, Dt. Wb.
1, 202
; Schweiz. Id.
10, 879
.