ausschlafen,
V., unr. abl.
1.
›ausschlafen, zu Ende schlafen‹; zu
schlafen
2.Belegblock:
Kurz, Waldis. Esopus
4, 6, 22
(Frankf.
1557
): Baldt kam ein Pfaff zu jm geloffen, | Het noch vom Wein nit außgeschloffen.
Ebd.
88, 23
: Wenn er des morgents fruͤh außschlieff, | Etwan beim Zaun ein Hun ergriff.
Sachs
14, 220, 17
(Nürnb.
1552
): Du sichst gleich, sam habst nit außgschlaffen.
Dasypodius
411r
; Serranus
22v
; Maaler
45r
; Hulsius
P jv
; Schweiz. Id.
9, 109
; Trübner, Dt. Wb.
1, 195/6
.2.
›etw. ausschlafen, verdauen; solange schlafen, bis Getränke und ihre Folgen nicht mehr spürbar sind‹.Bedeutungsverwandte:
1
ausdäuen
Belegblock:
Maaler
45r
(Zürich
1561
): Den weyn oder trunckenheit Außschlaaffen / Dẽ weyn oder füllerey mit schlaaffen außteüwen.
Memminger Chron. B
36, 1
(Ulm
1660
): Viel seyn / welche sich [...] mit Tranck zimblich anfuͤllen; darauff in das Bad gehen / vnd wol darinnen den Rausch außschlaffen.
Maaler
491v
; Trübner, Dt. Wb.
1, 196
.3.
›außerhalb des Hauses übernachten, auswärts schlafen‹; euphemistisch: ›fremdgehen‹; zu
schlafen
4.Belegblock:
Loesch, Kölner Zunfturk.
1, 117, 20
(rib.
, 1397
): dat derselve leirknecht binnen sinen leirjairen vurs. einiche nacht ussliefe buissen oirloff sins meisters.
Beckers, Spinnr. Ev.
189
(Köln
1537
): wil ein fraw wissen, ob jhr man außschlaefft.
Loesch, a. a. O.
138, 27
.