ausnähen,
V.
›etw. mit Ziernähten oder Applikationen versehen; etw. besticken‹.
Bedeutungsverwandte:
verbrämen
; vgl.
abnähen
 1.
Syntagmen:
ein altartuch / sindon / facilet, einen rok / pallen, eine windel / decke a.
;
etw. mit einem kreuz / mit samt / mit seide a.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
205, 36
(
preuß.
,
1524
):
4 pallen, 1 syndon mit eynem saeyden awsgenehetem craewtz.
Sachs
11, 227, 4
(
Nürnb.
1556
):
du im gieb | Das mein außgenät facilet.
Chron. Augsb.
8, 239, 23
(
schwäb.
, zu
1562
):
in kurtzen, samatin röcken, mit weiß- und gelbem samat allumb gar schön und brait verprembdt und ausgenet.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
72, 1
(
mslow. inseldt.
,
1602
):
Ein windel, mit śchwarzer śeiden ausgenart.
Ziesemer, a. a. O.
190, 38
;
Zingerle, Inventare
103a
, 19;
38b
, 11;
Pfälz. Wb.
1, 461
;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 324
.