ausmarken,
ausmärken,
V.
1.
›etw. (meist: Grundstücke) mit Markierungen abgrenzen, kennzeichnen, begrenzen; eine Begrenzung für etw. bilden (z. B. über Flüsse gesagt)‹; zu
2
marken
.Bedeutungsverwandte:
ausläcken
bezeichen
einfassen
umfangen
absteinen
1
auslachen
Syntagmen:
j.
(z. B. schöffe
) einen acker, eine anreinung / feldfart / weide / mahd / hofsache, ein holz / gut / land a.
; flüsse
(Subj.) (jm.
) etw. a.
; etw. mit marken a., etw. mit geschworen eiden a., mit dem mer etw. a
.Wortbildungen:
ausmarkung
des ackers, der waldmark / almende / strasse
) 1, ausmärkungsbrief.
Belegblock:
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
3, 289, 11
(mosfrk.
, 1474
): das damit der gemeinen weiden ein groiß teile ist abgezogen gewest, das die scheffen auch in bisin unserer amptlude und dienere haint usgemerkt.
Geier, Stadtr. Überl.
570, 12
(nalem.
, 1558
): Das die von Uberlingen [...] in ir nidern gerichten durch ire amptleut und underthonen die gieter ausmarken.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
770, 13
(halem.
, 1678
/88
): Daß die außmarchung der acheren durch die h. vierer beschechen.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
256, 2
(smoobd.
, Hs. 17. Jh.
): die [hofsache] soll im mit wissen [...] unser [...] ambtleut oder holzschaffer ausgeläckt und ausgemärcht werden.
Rennefahrt, a. a. O.
755, 21
; Vock, Urk. Hochst. Augsb.
235, 29
; 238, 3
; Mell u. a., Steir. Taid.
261, 11
; Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
49, 10
; Bad. Wb.
1, 96
; Schwäb. Wb.
1, 490
; Schweiz. Id.
4, 393
; Rwb
1, 1063/64
.2.
›jn. in bestimmter Weise kennzeichnen, jn. mit einem bestimmten Merkmal versehen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. andichten
askribieren
Syntagmen:
jn. als vieh a.
Belegblock:
Schwäb. Wb.
1, 490
.3.
›etw. festlegen, bestimmen, beschließen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. abreden
abteidingen
anlassen
ansehen
ansetzen
Syntagmen:
ausgemarkter entscheid
.Wortbildungen:
ausmarkung
Belegblock:
Heidegger. Mythoscopia
15, 12
(Zürich
1698
): Um die Definition und kurtze Außmarkung der Sach / ware kein sonders Gefecht.
Rwb
1, 1063
(a. 1509
).