auslecken,
V.
1.
›(aus Durst den Speichel im Mund) zusammensaugen‹; auch ütr.: ›etw. aus etw. herausziehen, herausholen‹; zu
1
lecken
1.Belegblock:
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
9940
(rhfrk.
, um 1405
): Mit yren krappen sij mit gewalt uß leckent | Gots Gnade und sij an den krapen steckent.
Goldammer, Paracelsus
5, 180, 8
(1530
): warumb loufen ir so fast vom herren, daß ir wie die die durstigen schaf [...] auslecken euer mund?
Hulsius
L ijr
.2.
›sich mit vielen Worten von der Seele reden, was einen bedrückt‹.Belegblock:
Fastnachtsp.
323, 6
(nobd.
, nach 1450
): Hastu dein außlecken darumb getan, | So laß dir ain andren text lesen!